Erste Luftaufnahmen über dem IJsselmeer – halber Herzriss inklusive ;-)

 

Vergangenes Wochenende haben wir endlich passendes Wetter vorgefunden, um nach etlichen Testflügen daheim nun endlich auch unsere ersten Kopterflüge über dem IJsselmeer anzugehen. Natürlich – wie solls auch anders sein – nicht ohne herzaufreibendem Zwischenfall.

Samstag: Kopterflug über dem IJsselmeer mit Hindernissen

Da wir Freitag erst relativ spät in Lemmer eintrafen, hieß es nach dem Essen direkt in die Koje, um am Samstag frisch und munter in den Tag zu starten. Da für den kommenden Sonntag zwar Sonne satt, aber 0 Wind angesagt waren, entschieden wir uns, Samstag nur ein paar Stunden vor Lemmer zu kreuzen und später wieder zurückzukehren und im Heimathafen zu übernachten, um so den Ijsselmeerfliegen und stundenlangem Motoren zu entgehen. Apropos Ijssselmeerfliegen: Sind diese Plagegeister bereits mehr als nervig, stehen die Spinnen diesen mittlerweile in nichts nach und scheinen bereits in den Startlöchern zu stehen, den Fliegen in rasantem Tempo die Pole-Position in Sachen Lästigsein streitig zu machen. Deren Population ist nämlich mittlerweile dank des fliegenden Partyvolks dermaßen in die Höhe geschnellt, dass wir Freitag Abend und Samstag früh gar nicht wussten, an welcher Stelle wir zuerst die Spinnen (in sämtlichen nur denkbaren Größen) vom Schiff bugsieren sollten, um nicht überrannt zu werden. Diese Tierchen haben einfach mindestens 2 Beinchen zu viel für unseren Geschmack…

Nach einem kleinen Einkauf und besagter Spinnenrazzia hieß es dann aber „Leinen los“ und auf geht`s. Sonne-Wolken-Mix, 10-14 Knoten Wind, kaum Welle. Top! Ideales Wetter, um vielleicht mal zu versuchen, den Kopter bei Fahrt übers Wasser steigen zu lassen, ein wenig zu üben und erste Luftaufnahmen über dem IJsselmeer zu machen. So dachten wir jedenfalls. Ganze 3 Minuten lang. Bis Tom fast das Herz stehen blieb.

Zunächst lief alles super: Die Phantom aufbauen. Einschalten. Den Kompass kalibrieren. Homepoint ausschalten (um den Fischen im Worst Case keinen Besuch abzustatten). Auch der Start klappte prima. Bis zu dem Augenblick, als der Kopter plötzlich in der Luft stehen blieb und sich nicht mehr hinter uns her steuern lies. Was war denn nun schon wieder lost? Das ist bei den ganzen Flügen zuvor nie passiert. War ja klar, dass sowas mitten auf dem IJsselmeer geschehen muss.

Unser Herz schlug, als wolle es uns aus der Brust hüpfen. Da düsten wir schön mit 6,5 Knoten davon – den DJI Kopter immer kleiner werdend hinter uns verschwinden sehend. Also Zack – Steuer rum – Halse und so schnell es irgendwie ging zurück in Richtung Flugobjekt. Währenddessen fand Tom auch glücklicherweise den Fehler – er hatte 200m Maximalflug eingegeben und der Kopter blieb dementsprechend auch brav nach 200 erreichten Metern auf der Stelle stehen. Also schnell die Begrenzung aufheben und die Phantom erstmal wieder einfangen. Der Schreck hatte uns fürs erste gereicht. Und wir haben wieder etwas dazugelernt… Erstmal alle Einstellungen mehrfach checken. Und was unbekannt ist, erstmal nachlesen. Besser ist das ;-)

DJI Phantom 3 professionel
DJI Phantom 3 Pro

So ging es dann etwas fertig nach 3h zurück nach Lemmer. Erstmal ein kaltes Anlegerbierchen auf den Schrecken und ein Steak auf den Grill. Vom Schrecken erholt, ging es zum Beach, wo wir noch ein paar Kopteraufnahmen versuchten, bevor es nach einem schönen Abend in der Stadt und dem Einsammeln eines Geocaches „Ab in die Koje“ hieß.

Multikopter Fotografie
Fotos ;-)
DJI Phantom professionel Start
Los geht`s
Luftaufnahme Schleuse Lemmer
Luftaufnahme der Schleuse von Lemmer
Relaxen vor Lemmer
Relaxen
Sonnenuntergang im Yachthafen
Sonnenuntergang im Yachthafen
Geocaching
Geocaching

Sonntag: Ankern, Entspannen und neue Bekanntschaften

Der kommende Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein – und wie angekündigt mit 0,0000 Wind. Dementsprechend gemütlich ließen wir auch den Tag mit einem Latte Macchiato vor einem der zahlreichen Cafés in Lemmer beginnen, bevor wir uns entschlossen, einen gemütlichen Ankertag bei Sonnenschein vor Lemmer einzulegen. Gesagt, getan. Gegen Mittag warfen wir den Anker, machten ein paar Luftaufnahmen (dieses Mal sogar ganz ohne Zwischenfall), gingen etwas im IJsselmeer schwimmen (naja, besser gesagt: Janine ging schwimmen und Toms Unterschenkel machten erste Bekanntschaft mit dem für ihn dann doch noch zu kühlen Nass).

Ankern vor Lemmer

Baden im IJsselmeer
kaaaaalt
Ankern Dehler Optima 92 SY Rubicon
Ankern
Ankern Dehler Optima 92
Ankern vor Lemmer
Luftaufnahme Dehler Optima 92
Luftaufnahme

Am Abend folgte dann (wie sollte es auch anders sein) der obligatorische Weg zu La Gondola, wo wir Bekanntschaft mit der Crew der SY Mission aus dem Nachbarhafen machten (ganz herzliche Grüße an dieser Stelle an dich, lieber Nico :-) Es hat uns sehr gefreut euch kennenzulernen! Beim nächsten Mal trinken wir ein Bierchen gemeinsam ;-) ).

Weiter geht es kommendes Wochenende (so hoffen wir). Und auch die Schulferien und somit der Sommertörn sind bereits zum Greifen nah. Wir können das Salzwasser quasi schon riechen ;-).

Die Drohnenvideos und weitere Filme findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.

Bis dahin,

liebe Grüße

Janine & Tom

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